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"Hochzeitsnächte - Herrenrechte" auf der Jakubzburg zu Mortka

Es gab Zeiten in der Lausitz, da war es den Burgherren noch vorbehalten, die Hochzeitsnacht mit der Braut ihrer Leibeigenen zu verbringen oder stattdessen einen Geldersatz einzufordern. Diese Herrenrechte sind heute glücklicherweise aus dem Alltag verschwunden – auf der Burg Mortka jedoch werden sie nun wieder zum Leben erweckt, auf heitere Weise in einer leidenschaftlichen Freiluftinszenierung reich an Aktion des Sorbischen National-Ensembles nach dem Buch von Jěwa-Marja Čornakec.

Ein wahres Spektakel erwartet die Zuschauer und Zuschauerinnen rund um die beeindruckende Kulisse der Jakubzburg, in der Chor, Ballett und Orchester des SNE sowie zwei Gastschauspielern nun schon zum zweiten Mal humorvolle Szenen für Herz und Seele aufbereiten, diesmal unter der Regie von Tim Heilmann. Erzählt wird die Liebesgeschichte der jungen Hanka und ihrem zukünftigen Mann Mato, der vom Burgherren festgehalten wird und den Galgen fürchten muss. Frei kommen kann er nur dann, wenn Hanka es schafft, den geheimnisvollen Schatz von Mortka zu finden, um ihren Geliebten freizukaufen. Wird es Hanka gelingen, der Geschichte ein gutes Ende zu bereiten?

Ein temporeiches Sittengemälde mittelalterlicher Szenerie ist somit entstanden, welches das Publikum ganz in seinen Bann zieht, denn es wird gesungen, getanzt und viel gelacht in einer abenteuerlichen Liebesgeschichte für Groß und Klein. Auch abenteuerliche Wettkämpfe zu Pferd dürfen dabei nicht fehlen.

Die Veranstaltung findet unter freiem Himmel statt und wird bei schlechtem Wetter um eine Woche verschoben.

Termine:

05.09.2014 / mit Vorprogramm 19:00 Uhr / Jakubzburg, Mortka

06.09.2014 / mit Vorprogramm 19:00 Uhr / Jakubzburg, Mortka

07.09.2014 / mit Vorprogramm 15:00 Uhr / Jakubzburg, Mortka

Optionale Schlechtwettervorstellungen:


13.09.2014 / ab 19:00 Uhr / Jakubzburg, Mortka

I. Dozentenkonzert des 4. Meisterkurses Blechbläser

Die Dozenten des Meisterkurses Blechbläser, der im September stattfinden wird, musizieren in der Maria-Martha-Kirche. Neben Ludwig Güttler, einem der wichtigsten Bachtrompeter überhaupt, sind  Frank Hebestreit an der Trompete, Olaf Krumpfer an der Posaune, Robert Langbein am Horn und Jens Peter Erbe an der Tuba, beide Musiker an der Staatskapelle Dresden, zu hören. Begleitet werden sie von Friedrich Kircheis an der Orgel. Letzterer ist bereits seit 1979 ein zuverlässiger musikalischer Partner Güttlers und komplettiert die hochkarätige Besetzung dieses vielversprechenden Konzertabends.

Das Repertoire reicht dabei von Werken von Tommaso Albinoni, einem Vertreter des italienischen Barocks, über Joseph Haydn, Jean Baptiste Loeillet und Francis Poulenc bis hin zu Gottfried August Homilius, der als einer der versiertesten Kirchenkomponisten gilt. Homilius war vermutlich ein Schüler Bachs – und der darf selbstverständlich in keinem Güttler-Konzert fehlen, weshalb auch Bachkompositionen das Publikum erfreuen werden.

Termin:

Samstag, 13.09.2014 / 20:00 Uhr / Maria-Martha-Kirche, Bautzen

Projekt Grenzüberschreitung: Auf der sorbisch-deutschen Sprachgrenze

Zu einer interaktiven Grenzbegehung kommt es im September im kleinen Ort Säuritz. Im Rahmen der Interkulturellen Woche in Bautzen gestaltet das SNE gemeinsam mit dem 1. Deutschen Stromorchester und unter Beteiligung der Jugendlichen aus Säuritz ein performatives Konzerterlebnis auf sorbisch-deutschem Sprachraum.

Eingebettet in das Großprojekt „Zehn Märsche um den Sieg zu verfehlen“ werden Mitglieder des SNE gemeinsam mit den Musikern des 1. Deutschen Stromorchesters den Grenzraum zwischen sorbischer und deutscher Sprache bestreiten. Der befindet sich in Säuritz, wo das letzte zweisprachige Straßenschild zu finden ist, bevor danach deutscher Sprachraum beginnt. Mit einem performativen Konzert, in dem sich die Musiker immer in Fluktuation befinden, soll im Niemandsland zwischen deutschem und sorbischem Sprachraum, genau auf der Trennlinie agiert werden. Dabei geht es jedoch nicht um das Überschreiten der Grenzen, vielmehr wollen die Künstler um Rochus Aust austesten, was es bedeutet, im Zwischenraum der Grenzen zu existieren. Das Publikum ist dabei eingeladen, um die Ecke zu denken und gemeinsam mit allen Beteiligten in regen Austausch zu treten.

 Das musikalische Programm wird sich mit der linearen Übersetzung von deutschen und sorbischen Sprichwörtern beschäftigen. Es entsteht dabei eine musiktheatrale Klangkomposition um die Wirrungen im Spiel mit Sprache, aus denen sich am Ende vielleicht doch ein überraschender Sinn ergibt.

 Mit diesem spannenden und interaktiven Format lädt das Sorbische National-Ensemble ein, sich lustvoll dem musikalischen Erkunden von Sprachen und deren Zwischentönen hinzugeben. Im Anschluss wird der Abend in Säuritz mit einem Fest bei Speis und Trank sowie Musik ausklingen.

Informationen zum 1. Deutschen Stromorchester: http://www.rochusaust.de/stromorchester1.html

Informationen zur Interkulturellen Woche: www.interkulturellewoche.de

 Termine:

26.09.2014 / 18:00 Uhr / Säuritz, Dorfstraße

27.09.2014 / Legnica, Polen

 

 

Klangzauber Klassik - Gedenkkonzert zum Fall der Mauer und zum Tag der Einheit

Die beliebte Konzertreihe „Klangzauber Klassik“, mit der das Publikum in den Genuss bekannter und unvergesslicher Meisterwerke der Sinfonik und Konzertliteratur versetzt wird, schlägt im Oktober ernsthafte Töne an und widmet sich in einem Gedenkkonzert dem Erinnern an den Mauerfall und feiert gleichzeitig den Tag der Einheit.

Mit diesem Konzert, das sich musikalisch mit wichtigen Wendepunkten der Geschichte befasst, lässt das Sorbische National-Ensemble Werke von Richard Strauß, W.A. Mozart und Ulrich Pogoda aufeinandertreffen.

Das Oboenkonzert aus der Feder von Richard Strauß entstand im Sommer 1945. Angesichts der vorhergehenden Jahre voll Krieg und Sorge überrascht das Werk jedoch mit einer sommerlichen Leichtigkeit, die Hoffnung für die Zukunft und den Frieden schöpfen lässt.

Ebenfalls mit dem Gedanken an Frieden innerhalb einer Welle dramatischer Umbrüche trägt sich Ulrich Pogodas frühe Komposition „Frühling für die Kinder in Bosnien“. 1993 beendete Pogoda die Arbeit an diesem Stück für fünf Bläser, das mit seiner Unbefangenheit in der Ausführung der Komposition berührt. Tief bewegt von den Jugoslawienkriegen ließ sich der Komponist von der slawischen Folklore inspirieren – Elemente dieser Volksmusik finden sich im Stück wieder.

Die Kraft und die Hoffnung, die sich auch immer aus Wendepunkten schöpfen lässt, vereint Mozarts große Bläsersinfonie Gran Partita dann trefflich. Von ihr behauptete Antonio Salieri: „So eine Musik hatte ich noch nie vernommen. Voll tiefster Sehnsucht; einer so unstillbaren Sehnsucht, dass ich erbebte und es mir schien, als hörte ich die Stimme Gottes."

Unter der musikalischen Leitung von Dieter Kempe musiziert das Kammerorchester des SNE gemeinsam mit den „Westdeutschen Bläsersolisten“ und der Oboensolistin Gisela Hellrung, und die Wiedervereinigung wird somit auch auf musikalischer Ebene zelebriert.

 

Termine:

03.10.2014 / 18:30 Uhr / Cottbaus, Stadthaus

05.10.2014 / 17:00 Uhr / Bautzen, Sorbisches Museum

 

PREMIERE: Die Insel der Vergessenen

Ein Silvesterabend in einer vergangenen sorbischen Welt: Getrieben von unergründlicher Sehnsicht zieht es Jakub hinaus, er landet auf der Insel der Vergessenen. Erst als Jakub auf seiner Reise der Smjertnica, hier das Symbol der Freiheit, begegnet, wird ihm bewusst, was er eigentlich geliebt und verloren hat. Die Tanzgeschichte mit einer Choreografie von Mia Facchinelli-Šiška ist an den Roman "Die Insel der Vergessenen" von Jakub Lorenc-Zalěski angelehnt. Im zeitlosen Raum einer slawischen Welt wird die Sehnsucht nach Freiheit und die Liebe zum Volk tänzerisch neu erlebbar. 

 

Die Inszenierung hat in der neuen Spielzeit Premiere und ist für den sächsischen Tanzpreis nominiert.

Weitere Informationen zum Tanzpreis unter www.tanzpreis-sachsen.de


Premiere: 25.10.2014, Jednota, Crostwitz

 

weitere Vorstellungen:

 

26.10.2014, Drachhausen, Gaststätte

19.11.2014, SNE, Bautzen

 

 

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