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URAUFFÜHRUNG

Chodźić po rukomaj (Auf Händen gehen) - Alois Andritzki

Uraufführung in sorbischer Sprache anlässlich des 100. Geburtstages von Alojs Andritzki

Alles ist plötzlich anders, wenn man auf Händen geht; die ganze Welt steht Kopf. Das Gehirn wird besser durchblutet, Geist und Körper leben auf neue Weise auf.
So oder ähnlich muss der inzwischen seliggesprochen sorbische Kaplan und Antifaschist Alois Andritzki empfunden haben, wenn er auf Händen ging. Sportbegeistert war er, aber zugleich künstlerisch hoch begabt und musisch gebildet. Sein ungewöhnlicher Lebensweg bildet die Grundlage für dieses musikalische Drama, welches Alois Andritzki nicht nur als überzeugten Christen, wahrheitsliebenden Kämpfer und Opfer des Nationalsozialismus zeigen möchte, sondern vor allem auch als Menschen.

Koproduktion mit dem Deutsch-Sorbischen Volkstheater

Samstag, 12.04.2014 um 19.30 Uhr, Bautzen - DSVTh

 

Metamorphosen der Liebe / Sacre du printemps

Schon die alten Griechen kannten die Vielfalt der Liebe: so etwa die selbstlose, die leidenschaftliche oder die gegenseitige. Das Sorbische National-Ensemble widmet sich den Verwandlungen der Liebe und deren Opfern in der zweiteiligen Ballettaufführung „Metamorphosen der Liebe/ Sacre du printemps“.

Im ersten Teil erwartet den Zuschauer zu der Musik von Detlef Kobjela eine Choreografie vom Solo- über Paar- bis hin zum Gruppentanz. Jene spürt in verschiedenen Bildern dem nach, was Liebe aus uns machen kann: glückselige oder verzweifelte Menschen. Der Tanz ergründet die Welt zwischen Liebesglück und Liebeskummer und schreckt nicht vor der Radikalität der Liebe zurück.

Ritus, Rausch, Ekstase – darauf beriefen sich Igor Strawinsky und seine Zeitgenossen aus der Kunst- und Musikszene beim Aufbruch in die Moderne gern. Das Geschehen, das „Le sacre…“ zugrunde liegt, ist mit wenigen Worten beschrieben: Nach einem altslawischen heidnischen Ritus wird aus dem Kreis der jungen Mädchen eines ausgewählt, das sich in einem ekstatischen, zu tödlicher Erschöpfung führenden Tanz mit dem Sonnengott Jarilo vereinigt, um die Fruchtbarkeit der Erde zu sichern. Der Tanz ist hier nicht Nachahmung oder Inszenierung einer Geschichte. In der Choreografie von Mia Facchinelli-Šiška im zweiten Teil des Tanztheaterabends steht das dargestellte Ritual für das Opfern moralischer und ethischer Werte einer zivilisierten Menschheit.

Karsamstag, 19.04.2014 um 17.00 Uhr, Bautzen, SNE

Hänsel und Gretel / Jank a Hanka

Ostern im Sorbischen National-Ensemble

„Hänsel und Gretel“ in Deutsch und Sorbisch

 

Christian Kabitz bearbeitete die hinreißende Kinderoper von Engelbert Humperdinck für eine kammermusikalische Besetzung für das SNE, welche am 8. Dezember letzten Jahres Premiere in Crostwitz feierte. Über Ostern haben die Zuschauer gleich zwei Mal die Möglichkeit, erneut die Aufführung in Bautzen in Sorbisch und in Deutsch zu erleben.

Seit mehr als hundert Jahren begeistert die Märchenoper „Hänsel und Gretel“ alle Generationen durch ihre einzigartige Mischung aus kindlich-naivem Witz und ihrer machtvollen Musik. Auch in der Inszenierung des Regisseurs Dirk Arlt verirrt sich das berühmte Geschwisterpaar im Wald, geschickt von der Mutter, um ein paar Beeren zu sammeln. Anders jedoch: In roten Sweatjacken und Springerstiefeln begeistern sie in frecher, aber dennoch lustiger Art mit Liedern wie „Suse, liebe Suse“, „Brüderchen, komm tanz‘ mit mir“ oder „Ein Männlein steht im Walde“. Hervorsticht die böse Knusperhexe mit feuerrotem Haar, in einem äußerst bunten und vor allem süßen Kostüm.

Das traumhafte und liebevoll zusammengestellte Bühnenbild zieht gemeinsam mit jeder Menge Spannungseffekten alle Gäste in seinen Bann. Die fantastischen und farbenfrohen Kostüme sowie die ungebremste Spielfreude der Sänger und Sängerinnen nehmen große und kleine Zuschauer mit auf eine wundervolle Reise.

Termine:

Ostermontag, 21.4.14 um 17.00 Uhr, Bautzen - SNE (sorbische Fassung)

Donnerstag, 24.4.14 um 17.00 Uhr, Bautzen - SNE (deutsche Fassung)

Geistliches Konzert

Konzert anlässlich der Heiligsprechung von Johannes XXIII. und Johannes Paul II.

Am Sonntag der göttlichen Barmherzigkeit, am 27. April, werden zwei Päpste heilig gesprochen. Beide haben Zeichen der Menschlichkeit gesetzt und werden daher von Papst Franziskus an diesem Tag zu vorbildlichen Christen erklärt. Chor und Orchester des Sorbischen National-Ensembles laden zur Wallfahrtskirche und bringen so ein Stück Rom nach Rosenthal.

Zur Doppelheiligsprechung von Johannes XXIII. und Johannes Paul II. lädt das Sorbische National-Ensemble zu einer besonderen Begegnung von Menschen und Musik im Zeichen der Toleranz und Nächstenliebe ein. In Rosenthal, dem bekannten Wallfahrtsort der Sorben, werden die beiden Geistlichen musikalisch von Chor und Orchester des Sorbischen National-Ensembles geehrt. Mit Jan Paul Nagels „Strowsa sy Maria“ sowie Bjarnat Krawc-Schneiders „Ecce sacerdos magnus“ wird die heilige Zeremonie musikalisch begleitet. Abgerundet wird das Konzert mit der „Pastorale“ Ludwig van Beethovens, der Sinfonie Nr. 6 F-Dur.

Papst Johannes Paul II. hat durch sein Wirken zum Ende des Sozialismus beigetragen. Zudem hat er in seinem Sterben die Gebrechlichkeit des Menschen angenommen und sein Kreuz für alle sichtbar getragen. Johannes XXIII. hat mit dem Zweiten Vatikanischen Konzil die Kirche dazu bewegt, sich aus der Dogmenstarre zu lösen, sich wieder mehr auf die seelsorgerischen Bedürfnisse der Gläubigen einzustellen und die Einheit der Christen voranzutreiben.

Sonntag, 27. April 2014, 17:00 Uhr in der Wallfahrtskirche Rosenthal

Gastspiel: prospect.dancecompany

DER ROTE FADEN

Die Tänzerinnen der prospect.dancecompany gehen den Fragen nach: Wer bin ich und wie viele darf ich sein? Was ist dabei der rote Faden in unserem Leben? Wo knüpfen wir an oder wo verstricken wir uns? Basierend auf der indischen Ästhetik & Philosophietheorie der 9 Rasas, die die grundlegenden Gefühle des Menschen in ihrer Auswirkung auf das emotionale und körperliche Gleich-gewicht bezeichnen, zeigen die Tänzerinnen in einer stilistisch vielseitigen Collage, dass wir mehr als nur eindimensionale Lebenskonzepte in uns tragen. Denn entsprechend der Rasatheorie führt nur das Ausleben aller Aspekte zur Erfüllung. In 9 verschiedenen Bildern aus virtuosen Tanzmomenten und kleinen bedeutungsvollen Gesten, mal nachdenklich, mal witzig zeigt das Duo die Vielseitigkeit unseres Seins und unserer Möglichkeiten.

CHOREOGRAFIE Jana Schmück, Anne Dietrich DRAMATURGIE Birgit Ziesche TÄNZER Jana Schmück, Anne Dietrich WERKSTATTMACHER Hannah Baumann, Sarah Peglow

Donnerstag, 01.05.2014 um 19.30 Uhr im Saal des SNE

 

Abschied. Was bleibt?

Wie fühlt sich Abschied an, wenn ein Mensch nolens volens seine Heimat verlassen muss? Ist es auch ein Loslassen der eigenen Kultur und Wurzeln? In der spannenden Verbindung von Jazz und Tanz stellt sich das Ballett dem Thema Abschiednehmen und geht der Frage nach: was bleibt?

Text: JURIJ KOCH

Choreographie: MIA FACCHINELLI-ŠIŠKA

Komposition: CLEMENS PÖTZSCH

Bühnenbild, Kostüme: ANTJE BURCKHARDT

Visualisierung: JAN LETOCHA

Donnerstag, 01.05.2014 um 19.30 Uhr, Cottbus - Staatstheater

Freitag, 02.05.2014 um 19.00 Uhr, Bautzen - Saal des SNE

 

 

Friede auf Erden

Zum Gedenken an den Beginn des 1. Weltkrieges vor genau 100 Jahren möchte das SNE mit einem besonderen Konzert an dieses folgenreiche Ereignis, auch für die Sorben, erinnern. Bei diesem Konzert-Glanzpunkt unterstützen uns der Coro di Praga und im Orchester zum ersten Mal auch Mitglieder der Staatskapelle Dresden.

Mittwoch, 07.05.2014 um 19.30 Uhr, Bautzen - DSVTh

Karten sind erhältlich unter:

www.theater-bautzen.de / Tel.: 03591-584225 und an der Theaterkasse 

Metamorphosen der Liebe / Sacre du printemps

Schon die alten Griechen kannten die Vielfalt der Liebe: so etwa die selbstlose, die leidenschaftliche oder die gegenseitige. Das Sorbische National-Ensemble widmet sich den Verwandlungen der Liebe und deren Opfern in der zweiteiligen Ballettaufführung „Metamorphosen der Liebe/ Sacre du printemps“.

Im ersten Teil erwartet den Zuschauer zu der Musik von Detlef Kobjela eine Choreografie vom Solo- über Paar- bis hin zum Gruppentanz. Jene spürt in verschiedenen Bildern dem nach, was Liebe aus uns machen kann: glückselige oder verzweifelte Menschen. Der Tanz ergründet die Welt zwischen Liebesglück und Liebeskummer und schreckt nicht vor der Radikalität der Liebe zurück.

Ritus, Rausch, Ekstase – darauf beriefen sich Igor Strawinsky und seine Zeitgenossen aus der Kunst- und Musikszene beim Aufbruch in die Moderne gern. Das Geschehen, das „Le sacre…“ zugrunde liegt, ist mit wenigen Worten beschrieben: Nach einem altslawischen heidnischen Ritus wird aus dem Kreis der jungen Mädchen eines ausgewählt, das sich in einem ekstatischen, zu tödlicher Erschöpfung führenden Tanz mit dem Sonnengott Jarilo vereinigt, um die Fruchtbarkeit der Erde zu sichern. Der Tanz ist hier nicht Nachahmung oder Inszenierung einer Geschichte. In der Choreografie von Mia Facchinelli-Šiška im zweiten Teil des Tanztheaterabends steht das dargestellte Ritual für das Opfern moralischer und ethischer Werte einer zivilisierten Menschheit.

Samstag, 10.05.2014 um 19.30 Uhr, Crostwitz - Jednota

Konzert zum 80. Geburtstag von Jan Paul Nagel

“Jan Paul Nagel ist einer der Komponisten, die auf den Anteil der Lausitzer sorbischen Musiker beim Herausbilden eines besonderen Profils des heutigen musikalischen Europas aufmerksam machen” – steht im Programmheft des
Brünner Musikfestivals 1987 über den Komponisten, welcher diese Jahr seinen 80. Geburtstag feiern würde.
Die Vielfalt seines musikalischen Schaffens kommt in diesem Sonderkonzert unter dem Motto „Pěseń moja, pozběhn so“ / „Lied, mein Lied, erhebe dich“ besonders zur Geltung.


Sonntag, 11.05.2014 um 16.00 Uhr, Lohsa - Evangelische Kirche

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